Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. In Tel Avivs heißestem Sommer seit fünfzig Jahren macht sich die Privatdetektivin Masi Morris auf die Suche nach Jasmin Schechter - die Tochter einer der reichsten Familien des Landes und die Frau von Masis bestem Jugendfreund. Vor einem Jahr war Masi noch der aufsteigende Stern in der Sondereinheit der Tel Aviver Polizei, doch wegen unangemessenen Verhaltens fiel sie so tief, wie sie aufgestiegen war. Nun steht sie bei der Suche nach Jasmin Schechter ohne Dienstmarke und mit geringen Mitteln da. Doch was zunächst als Problem erscheint, entpuppt sich schnell als Vorteil: In Israels Hinterhöfen, wo die Reichen tun und lassen, was sie wollen, ist es besser, ohne Spielregeln zu spielen. Und darin ist Masi unschlagbar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.03.2024
Rezensentin Sylvia Staude hätte die Lektüre fast aufgegeben von Daria Shualys Krimi aus dem Jahr 2022. Zu überspannt die Figuren, zu krass die Ermittlerin mit ihren nymphomanischen Zügen und ihrer ausgestellten Coolness. Dass sie dennoch dabeiblieb, liegt am augenzwinkernden, ironischen Erzählton, den mit allerhand Macken ausgestatteten Figuren und dem Ort der Handlung um verschwundene Familienmitglieder - Tel Aviv. Allein schon die Einblicke in ein Stadtleben, das niemals in Frieden abläuft, aber nicht weniger lebendig ist als andernorts, findet Staude bemerkenswert.
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