Aus dem Französischen von Beate Thill. Das "Tagebuch eines Schriftstellers im Pyjama" ist der Roman der Lektüren, ein Buch für jeden, der gerne liest, oder vielleich auch selbst schreiben möchte. Humorvoll komponiert der Autor eine Geschichte aus Anekdoten und theoretischen Ausführungen. Die Ratschläge an einen "jungen Autor" sind kleine Erzählungen, von Freud und Leid des Schreibens ("Die Knute von Truman Capote"), über die Schreibhemmung und das Korrigieren eines Textes. Kioskszenen werden zur Bühne des Ärgernisses, das sich mit Fragen des Publikums an den Autor entzünden kann. Kurze Kapitel verweben Szenen, Reflexionen und Biografisches miteinander. Was wir hier über die Theorie des Romans erfahren, steht in Nachbarschaft zum Wunsch des jungen Exilanten, prekären Lebensumständen zu entkommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.2015
Roman oder nicht, Rezensent Cornelius Wüllenkemper ist hin und weg von Dany Laferrières ebenso witziger, wie rückhaltloser und unterhaltsamer Selbstreflexion. Wie lebt es sich als aufstrebender Schriftsteller im Exil? Dass der Autor darüber kursorisch und praktisch berichtet und sogar Tipps für angehende Autoren gibt (vieel schlafen!), findet Wüllenkemper toll. Und wenn der Autor seine eigenen Ratschläge konterkariert, findet der Rezensent das nur noch liebenswerter.
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