Agatha ist verliebt. Unglücklich zwar, und zum siebten Mal, aber da muss sie durch. Welche Liebe hält schon ewig? Sie ist jung und gierig, stürzt sich ungebremst ins Bodenlose, steht und fällt in den Ruinen ihres eigenen Gefühls- und Lebenschaos und wechselt die Identitäten und Unterhosen, bis es schließlich heißt, der Realität ins Auge zu blicken. Sie gibt das eigene Leben in Wien auf, fliegt ihrer Nummer sieben nach Berlin hinterher, verliert sich dort und findet sich schließlich nach turbulentem Beziehungsaufundab in ihrem Heimatdorf wieder, wo sie trotzige Berge erklimmt, volle Gläser leert und nicht zuletzt aufgrund der magischen Männerzahl immer noch an der Zweisamkeit festhält. Doch ein Happy End gibt es meist nur im Märchen.
"Gemischter Satz" ist die Geschichte eines Liebesunfalls, bei dem alle Beteiligten mehr oder weniger heil davonkommen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2017
Rezensentin Daniela Strigl erkennt rasch, dass in Daniela Emmingers Erzählung nicht das Was, sondern das Wie des Erzählten zählt. Emmingers Suada einer Liebeskranken hat für Strigl etwas gewollt Exaltiertes, Indezentes und Kaltschnäuziges, das die Rezensentin aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass es im Text um eine veritable Selbstverstümmelung, die Liebe als Martyrium geht. Und die vermag ihr die Autorin durchaus plausibel zu präsentieren, wenn auch nicht in Form der angekündigten Novelle, wie Strigl kritisch anmerkt.
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