Klappentext

Aus dem Englischen von Michael Müller. Klang und Stille, Rhythmus und Improvisation, pianissimo und forte zwischen diesen Gegensätzen spielen sich nicht nur die Musik, sondern auch unser tägliches Leben und die große Politik ab. Mit "Klang ist Leben" beschreibt der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim eindrucksvoll, was uns die Musik mit all ihrer Emotionalität, aber auch Komplexität über das Leben lehrt. Eine sehr persönliche Reflexion über die Grundfragen unserer Existenz und die Antworten, die wir in der Musik finden können.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.08.2008

Ein höchst verdienstvolles Projekt, daran besteht, versichert Jörg Königsdorf, kein Zweifel, ist das "West Eastern Divan Orchestra", das jüdische und arabische Musiker friedlich in einem Orchester vereint. Dieses Projekt stellt sein Gründer, der Dirigent Daniel Barenboim, in diesem auf einer Vortragsreihe beruhenden Band vor. Und da, wo es von einzelnen Mitgliedern und ihren Lebensläufen berichtet, da ist dieses Buch nach Ansicht des Rezensenten durchaus interessant. Eine insgesamt fesselnde Lektüre war es für Königsdorf trotzdem nicht. Wo es ums große Ganze geht, neige Barenboim doch allzu oft zum Sonntagsreden-Klischee. Und der erste Satz des letzten der Vorträge, der da lautet "'Die Macht der Musik übersteigt die Macht von Worten' erweise sich als ganz zutreffende Selbstbeschreibung auch der Barenboimschen Talente.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.08.2008

Enttäuscht bespricht Rezensent Wolfram Goertz Daniel Barenboims Buch über Musik und Politik, das ihn einerseits durch seinen hoheitlichen Verkünderton und andererseits mit allerlei Halbwissen und -wahrheiten irritierte. Zwar findet der Rezensent das Thema des Buches spannend, es basiert auf Barenboims in Harvard gehaltenen Norton-Lectures, und seinen ergebnisoffenen Ansatz zunächst sympathisch. Doch dieser Ansatz wandelt sich zu seinem Bedauern allzu rasch in einen dekrethaften Ton. Dieser Ton macht dann für Goertz einige "Früchte aus Halbwissen und Schnellschreiberei" umso ungenießbarer. Besonders hat sich Barenboim dem Eindruck des Rezensenten zufolge in den Zonen von Physik und Neurobiologie verlaufen. Aber auch seine Anmerkungen zu Wagner findet er nicht sonderlich fundiert.