Mit zahlreichen Abbildungen, einem persönlichen Text von Carsten Tesch über Marek Janowski sowie Vorwort und Einleitungen von Claudia Woldt. Marek Janowski blickt auf eine fast sechzigjährige Karriere zurück und gehört zweifellos zu den erfahrensten und arriviertesten Dirigenten weltweit. Das Buch umfasst sieben ausführliche und sehr persönliche Gespräche, die der Journalist Carsten Tesch mit ihm führen konnte. Vor dem Hintergrund der großen Veränderungen, die Orchesterlandschaft und Klassikgeschäft in den letzten Jahrzehnten erfahren haben, berichtet Janowski über das, was die Arbeit seiner Generation von heute unterscheidet. Dabei spricht er weniger über die Musik selbst, sondern vielmehr darüber, wie er aus kleinen Verhältnissen von Wuppertal aus den Weg an die Weltspitze gefunden hat, welche Menschen ihn begleitet und beeinflusst haben, wie er Orchester an die Spitze gebracht oder gerettet hat, wann ihm sein politisches Talent nutzte und wie für ihn ideale Probenarbeit aussieht. Und ganz nebenbei erfährt man auch, was Marek Janowski macht, wenn er nicht dirigiert, wie wichtig er Geld findet, warum er Fußball liebt und ob er eigentlich Freunde hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2024
Ein ungewöhnlicher Interviewband ist zum des 85. Geburtstag Dirigenten Marek Janowski erschienen, findet Rezensent Jan Brachmann. Denn Janowski, so der Rezensent, bemüht nicht die für das Feuilleton üblichen Redensarten, sondern spricht frei heraus über das stadtpolitische Kalkül, das hinter manchen seiner Projekte stand, über sein Verhältnis zu (Kultur-)Politikern und die ihm als inkompetent verhasste Musikkritik. Brachmann zeigt sich vor allem überzeugt von der Sachlichkeit dieser Gespräche und lobt den unorthodoxen Zugang des Interviewführers Carsten Tesch.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…