Monticiano, ein kleiner toskanischer Ort: In der Bar Lippi kommt man zusammen, führt endlose Gespräche über Sensationen und Alltägliches, die gastritische Großmutter, das Erbe, die Steuern und die Regierung. Oder über den merkwürdigen Deutschen, der seit kurzem auf dem nahen Monte Siepi in einem Zelt lebt und nur "Il Santo" genannt wird - wegen seiner schulterlangen roten Haare. Eher zufällig ergeben sich erotische Geschichten zwischen Santo und mehreren Frauen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Mit Dieter Hildebrandts einleitender Feststellung, dass Urlaubserlebnisse heute gerne in Romanen präsentiert werden und nicht - wie früher - in Dia-Abenden, ist das Urteil bereits gefällt. So beschränkt sich der Rezensent denn auch im weiteren Verlauf auf eine deutlich ironische Nacherzählung der Handlung, um abschließend seine Zweifel zu äußern, ob nicht vielleicht doch Hedwig Courths-Mahler die eigentliche Autorin des Buches sei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.10.1999
Stefanie Holzer kann dieser Geschichte über einen deutschen Gigolo in der Toskana rein gar nichts abgewinnen. Sie hält diesen Roman für absolut missglückt. Sprachliche Missgeschicke wie "runde Steinquader`` und "Bettwäsche, die sich auf der Sonnenbank sonnt`` reihten sich aneinander. Nicht mehr Sinn machen nach Ansicht der Rezensentin Handlung und Figuren dieses Romans. Die auftretenden Personen driften ziellos aneinander vorbei, als würden sie selbst nicht wissen, was sie in diesem Buch verloren haben, meint sie und resümiert: "Das gesamte deutsch-italienische Roman-Personal leidet an der Peinlichkeit seiner Situation.``
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