Ein Abenteuer kann überall beginnen und sei es an einer Bushaltestelle in Brandenburg. Cornelius Pollmer ist für einen Sommer auf Weltreise im deutschen Osten. In Schlössern und Reihenhäusern, bei Truckern und Hackern, mit Busreiserentnern und der Spreewälder Dorfjugend. Im Sinne Fontanes zieht er los, mit "dem guten Willen, das Gute gut zu finden". Dabei hat er einen Rucksack, etwas Bargeld und keinen Plan - außer dem, nicht schon am Abend wieder daheim zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.07.2019
Dieses Jahr ist Fontane-Jubiläum und zahlreiche Autoren haben sich auf den Spuren Fontanes zu einer Wanderung durch die Mark Brandenburg aufgemacht. Rezensent Harry Nutt, der dezent darauf hinweist, dass Fontane einige Orte wohl nur am Schreibtisch besucht hat, stellt zwei Neuerscheinungen vor: "Heute ist irgendwie ein komischer Tag" des Journalisten Cornelius Pollmer und "Fontanes Ruppiner Land" des Lehrers Robert Rauh. Während Rauhs Buch in seiner Ausführlichkeit und mit seinen Abschweifungen sich eher zur Nachbereitung eignet, ist das Buch von Pollmer schnell gelesen, meint Nutt. Heiter und durchaus mit Sympathie porträtiert der Autor Land und Leute - so heiter, dass es dem Kritiker manchmal auf die Nerven geht. Die Brandenburger werden als skurriler, aber freundlicher Menschenschlag beschrieben. AfD-Wähler kommen da nicht vor, aber schließlich, meint Nutt, ist das hier keine Sozialreportage.
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