Schon Theodor Fontane besuchte Schloss Kossenblatt auf seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Günter de Bruyn erzählt in seinem neuen Buch die ganze Geschichte des Schlosses von seiner kurzen Blütezeit unter Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. bis heute. Wie in seinen letzten Büchern geht es dabei immer auch um preußische Geschichte und die eigene brandenburgische Heimat. Darüber hinaus aber ist Kossenblatt eine sehr persönliche, gelassen-melancholische Betrachtung über das Leben im Abseits, über Tod und Vergessen und die Kraft der Erinnerung.
Okay, Tilman Krause brennt nicht für dieses Schloss Kossenblatt ím Brandenburgischen. Wie ihm der Autor kenntnissreich und vor allem mit der Fähigkeit, Anteilnahme heraufzubeschwören, die Geschicke um das Schloss und seine Bewohner nahebringt und sie mit den großen historischen Ereignissen, vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Dritten Reich, verknüpft, erfüllt ihn das mit Respekt. Die Folge ist, dass Krause zwar nicht seine Urlaubspläne über den Haufen wirft, um nun nach Kossenblatt zu pilgern, aber dennoch feststellen kann, was Literatur vermag, nämlich: mit Liebe und Bezauberung von Unspektakulärem zu erzählen, bis es einen richtig packt.
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