Aus dem Englischen von Sabine Roth. "'Keine Zeit', sagte der Pavian,'dringende Geschäfte', und er begann den Gehsteig entlangzugaloppieren, dass Mr. Claptrap krummrückig neben ihm herhetzen musste, um das Gespräch fortführen zu können." Mr Thundermug ist ein Pavian. Ein Pavian, der überraschenderweise nicht nur sprechen, sondern sich sogar besonders gewählt ausdrücken kann. Niemand weiß, woher er stammt und warum er so sprachbegabt ist. Aber dass er in einem abbruchreifen Haus in der Stadt gelebt hat, in der auch der Ich-Erzähler dieser Geschichte wohnt, soviel scheint gewiss. In seinem Bericht begibt sich der Erzähler auf Mr. Thundermugs Spuren und versucht, die sich zuspitzenden Ereignisse zu rekonstruieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2008
Mr Thundermug, der Titelheld von Cornelius Medveis Debütroman ist ein selbst ziemlich menschlicher Pavian unter Menschen. Da aber seine Familie sehr viel affenartiger ist als er selbst, gerät er in heftige innere Zugehörigkeitskonflikte. Seine Anpassung an die Menschengesellschaft ist zum Scheitern verurteilt, nicht zuletzt, weil er nicht lesen kann. Dann kommt auch noch Thundermugs Familie in den Zoo und er hat nur noch durch die Gitterstäbe hindurch mit ihr Kontakt. Ebenfalls erzählt wird die Gegengeschichte eines Affenforschers, der sich den Menschen entfremdet und alles endet mit einer bitteren Klage von Mr Thundermug vor Gericht. Der Rezensent Tilman Spreckelsen beschränkt sich im wesentlichen auf die Nacherzählung der Geschichte, vergleicht sie auch mit Wilhelm Hauffs Satire "Der Affe als Mensch" und unternimmt nichts gegen den bei der Lektüre der Besprechung sich einstellenden Eindruck, dass ihm das ganze ziemlich gut gefallen hat.
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