Mit Essays von Catrin Backhaus, Gregor Jensen, Christine Meyer-Stoll.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.08.2001
Daniel Kothenschulte ist sehr überrascht, welche Eigentümlichkeiten des bürgerlichen Lebens die Kölner Künstlerin Corinna Schnitt in ihren Kurzfilmen, Videos und Fotoarbeiten zutage gefördert hat. So filmte sie etwa eine Familie, deren höchstes Glück darin besteht, am Wochenende gemeinsam auszuschwärmen, um im eigenen Wohnviertel die Verkehrsschilder zu putzen, berichtet ein spürbar erstaunter und zugleich amüsierter Rezensent. Dabei, merkt Kothenschulte an, werden derlei Personen und ihre Marotten nicht übertrieben abgebildet, sondern allenfalls von Schnitt künstlerisch überzeichnet. Die tröstlichen Rituale der bürgerlichen Abwegigkeit sind nun in einem "schönen, kleinen Fotobuch" samt den "herrlichen Texten" aus dem off, die mancher aus Schnitts Filmen kennt, zusammengetragen worden, schwärmt der Rezensent.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…