Die Arbeit unternimmt den Versuch, eine "Geschichte" des Computerspiels vor dem Computerspiel zu schreiben, eine Genealogie bis zu jenem Emergenzpunkt deutlich zu machen, an dem "Computerspiele" im heutigen Sinne entstehen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2003
Claus Pias hat ein "originelles Buch" über die Geschichte von Computerspielen geschrieben, lobt Rezensenten Alexander Kissler. Trotzdem findet er einige dem Buch zugrunde liegende Annahmen etwas seltsam, zum Beispiel das "dubiose" Menschenbild, von dem Pias ausgehe und das ihn zu folgender Einschätzung der Gründe für die Attraktivität von Computerspielen bewegt habe: "Das Computerspiel ist folglich die einzige Beschäftigung, bei der sich der Mensch keinen Illusionen über seine Menschlichkeit hingibt." Auch vermisst unser Rezensent eine Auseinandersetzung des Autors, der die Entwicklungslinien der Computerspiele bis weit in die Vergangenheit skizziert, mit den Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre: "Vielleicht ahnt er, dass die Ego Shooter das Dogma von der Selbstreferentialität der Computerspiele massiver unterlaufen, als es seiner Studie zuträglich wäre", mutmaßt Kissler. Trotzdem enthält Pias Arbeit nach seiner Meinung viele interessante Aspekte. Lediglich seine Aufarbeitung von Theoretikern wie Nietzsche, Derrida und Foucault findet Kissler stellenweise langweilig, wenn sie "gar zu schematisch referiert werden".
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