Die Arbeit unternimmt den Versuch, eine "Geschichte" des Computerspiels vor dem Computerspiel zu schreiben, eine Genealogie bis zu jenem Emergenzpunkt deutlich zu machen, an dem "Computerspiele" im heutigen Sinne entstehen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2003
Claus Pias hat ein "originelles Buch" über die Geschichte von Computerspielen geschrieben, lobt Rezensenten Alexander Kissler. Trotzdem findet er einige dem Buch zugrunde liegende Annahmen etwas seltsam, zum Beispiel das "dubiose" Menschenbild, von dem Pias ausgehe und das ihn zu folgender Einschätzung der Gründe für die Attraktivität von Computerspielen bewegt habe: "Das Computerspiel ist folglich die einzige Beschäftigung, bei der sich der Mensch keinen Illusionen über seine Menschlichkeit hingibt." Auch vermisst unser Rezensent eine Auseinandersetzung des Autors, der die Entwicklungslinien der Computerspiele bis weit in die Vergangenheit skizziert, mit den Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre: "Vielleicht ahnt er, dass die Ego Shooter das Dogma von der Selbstreferentialität der Computerspiele massiver unterlaufen, als es seiner Studie zuträglich wäre", mutmaßt Kissler. Trotzdem enthält Pias Arbeit nach seiner Meinung viele interessante Aspekte. Lediglich seine Aufarbeitung von Theoretikern wie Nietzsche, Derrida und Foucault findet Kissler stellenweise langweilig, wenn sie "gar zu schematisch referiert werden".
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…