Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz. Nur zwei Wünsche beherrschen das Leben von Victor Mancini: schnelles Geld und schneller Sex. Und er hat äußerst ungewöhnliche Methoden entwickelt, um von beidem möglichst viel zu bekommen. Doch einem Gefühl der Leere und Langeweile kann Victor nicht entkommen, bis er eines Tages auf die Ärztin Dr. Marshall trifft...
Kolja Mensing erkennt in diesem Roman wie schon in dessen Vorgänger die Geschichte einer Obsession, die sich in "Der Simulant" um Sex dreht. Er attestiert dem amerikanischen Autor ein "großes Talent", ohne Stilunsicherheiten "groteske Sexszenen" zu schildern. Obwohl er sich streckenweise sehr amüsiert hat, findet er den Roman nicht ausschließlich lustig. Besonders in der Schilderung der Selbsthilfegruppe, die der Protagonist wegen seiner Sexbesessenheit besucht, sieht Mensing nämlich eine genaue Beschreibung unserer Gesellschaft, in der jeder "an seine Schuld glaubt" und unentwegt dabei ist, sich etwas einzugestehen, es jedoch unmöglich zu sein scheint, zu seiner "Unschuld zurückzufinden".
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