Chrystia Freeland kennt die Welt der Globalmilliardäre: Zwei Jahrzehnte lang hat sie die neuen Supereliten begleitet und erforscht. Dadurch kann sie Einblicke in die Welt der Superreichen liefern, die sich ansonsten lieber abschotten und unerkannt bleiben wollen. Vor allem aber macht sie die gesellschaftlichen Konsequenzen dieses Superreichtums deutlich: Banken, die ihre Angebote an den internationalen Milliardären ausrichten und nicht mehr am nationalen Rest; Oligarchen, die die Schaltstellen der Macht für den eigenen Profit manipulieren; Banker, die sich ihre Geburtstagsfeiern 2,5 Millionen Euro kosten lassen. Dass sich die Plutokraten aller Kontrolle entziehen, ist zum einen eine folgenschwere Konsequenz des Kapitalismus, zum anderen wird diese Entwicklung die Zukunft prägen. Chrystia Freeland betritt mit ihrem Buch Neuland und zeigt uns die bislang geheime Welt der globalen superreichen Geldelite.
Einen Einblick in die Welt der Superreichen findet Rezensentin Barbara Dribbusch in diesem Buch von Chrystia Freeland. Bei der Lektüre hat sie nicht nur einiges über die märchenhaften Einnahmen dieser neuen "globalen Elite" erfahren, sondern auch über deren Lebensstil, der von globalem Untersich-Bleiben, eigenen Stiftungen, Learjets, Jetlag, Penthouses in New York, Wohnungen in London usw. geprägt ist. Interessanter scheinen der Rezensentin allerdings die Ausführungen über die entstehende Spaltung zwischen den Reichen und den Superreichen sowie über die Frage, ob und inwiefern die Superreichen auf Kosten anderer leben.
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