Christopher Paul Curtis

Die Watsons fahren nach Birmingham - 1963

(Ab 10 Jahren)
Cover: Die Watsons fahren nach Birmingham - 1963
dtv, München 2024
ISBN 9783423641166
Gebunden, 240 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Gabriele Haefs. Mit Nachworten von Jacqueline Woodson, Kate DiCamillo, Varian Johnson, Jason Reynolds und Christopher Paul Curtis. Die Watsons sind eine komische Familie - und Meister im Aufstellen schräger Rekorde: So ist Byron, der älteste Sohn, vermutlich der einzige Mensch der Welt, der schon mal mit den Lippen am vereisten Seitenspiegel eines Autos kleben geblieben ist. Und weil der Junge auch sonst nur Blödsinn im Kopf hat, fahren Momma, Dad, er, Bruder Kenny und die kleine Schwester Joetta zur Großmutter nach Birmingham, Alabama. Sie soll Byron zur Vernunft bringen. Doch für die schwarze Familie ist Alabama im Jahr 1963 lebensgefährlich, weil sie hautnah eines der dunkelsten Kapitel US-amerikanischer Geschichte erlebt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.12.2024

Schon fast dreißig Jahre alt ist dieser amerikanische Klassiker über zwei junge afroamerikanische Brüder, die 1963 mit ihrer Familie in Flint, Michigan leben, geschrieben von Christopher Paul Curtis und jetzt endlich in deutscher Übersetzung verfügbar, freut sich Rezensentin Eva-Christina Meier. Humorvoll und lebensnah erzählt Curtis ihr von einem Thema, das nicht so leicht ist, wie es die Erzählung vermuten lässt: Der große Bruder wird wegen ständigem Schuleschwänzen zur Großmutter nach Alabama verbannt, wo der Rassismus noch ganz andere Ausmaße hat als im Rest des Landes. Der Autor hat das Buch den Opfern eines Brandanschlags auf eine Baptistenkirche gewidmet - und zeigt der Kritikerin so, wie wichtig Hoffnung und Licht in solchen Zeiten sind.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2024

Ziemlich begeistert ist Rezensent Fridtjof Küchemann von der Neuauflage dieses im Original im Jahr 1995 veröffentlichten Buchs. Es erzählt, erfahren wir, von der Reise einer Familie von Flint, Michigan nach Birmingham, Alabama, mit dem Ziel, die Großmutter zu besuchen, die Byron, dem ältesten Sohn, die Flausen austreiben soll. Byron setzt insbesondere seinem jungen Bruder Kenneth, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt ist, zu, heißt es weiter, aber auch sonst spielen sich die titelgebenden Watsons gern gegenseitig Streiche. Der Titel verrät ebenfalls, führt Küchemann aus, dass es in dem Buch um die Bürgerrechtsbewegung geht, genauer gesagt um die Proteste gegen die Rassentrennung im amerikanischen Süden. Dramatisch wird diese Geschichte laut Rezensent und man vergisst sie nach dem Lesen nicht so schnell.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 16.01.2024

Dina Netz empfiehlt Christopher Paul Curtis' Kinderroman auch über 25 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung. Die Familiengeschichte um den zehnjährigen Außenseiter Kenny und seine Geschwister, die vor dem Hintergrund rassistischer Morde und der Bürgerrechtsbewegung im amerikanischen Süden in den 1960ern spielt, findet sie überzeugend mit ihren scharf gezeichneten Charakteren und der einfühlsamen Erzählweise.

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