Fritz Molden gibt es wirklich. Und Otto Molden. Und viele andere. Die Vorlagen für diesen biografischen Roman leben in Wien und erfreuen sich, wenn man von den Kriegsverletzungen und der einen und anderen Altersbeschwerde absieht, bester Gesundheit. Fritz Molden: Widerstandskämpfer, Reporter, Verleger und Pleitier, der österreichische Geschichten schreibt und schließlich zum Helden wird, indem er den sieben Verlockungen der Hölle widersteht. Der Autor warnt davor, die in diesem Buch genannten Ereignisse unkritisch und ohne Überprüfung als Tatsachen zu werten. Denn dieses Leben ist ein Roman, der mit dem echten Leben und seinen Erinnerungen spielt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2002
Der mit "amo" zeichnende Rezensent hält Christoph Braendle zwar für einen "begabten Autor" hält, hat jedoch sehr Grundsätzliches an seinem Buch auszusetzen. Was er Braendle vorwirft, ist die Tatsache, dass dieser eher eine Romanbiografie geschrieben habe. Somit gebe es in diesem Werk keinerlei gesicherte Fakten. Dies teile der Autor dem Leser zwar durchaus mit. Dennoch könne letzterer somit keinerlei Anspruch auf Verlässlichkeit des Präsentierten mehr an den Autor stellen und sei letztlich vollkommen allein gelassen - was dem Anspruch einer Biografie dann doch vollständig zuwider laufe.
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