Christoph Baumer, Therese Weber

Osttibet

Brücke zwischen Tibet und China
Cover: Osttibet
Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 2002
ISBN 9783201017886
Einband unbekannt, 254 Seiten, 69,00 EUR

Klappentext

Der mit 250 Fotos illustrierte Band ist das erste und einzige Werk, das sich ausschließlich der Kultur Osttibets widmet. Es schließt eine bedeutende Lücke, nicht zuletzt weil in Kham und Amdo mehr Tibeter leben als in der sogenannten "Autonomen Region Tibet". Osttibet ist die Wiege der tibetischen Kultur. Hier, in Kham und Amdo, bildeten sich seit dem Neolithikum im regen Austausch mit den Nachbarregionen und angeregt durch fremde Einwanderer vielfältige Kulturformen aus. Im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung erlangte Osttibet auch internationale Bedeutung. als es von drei Teilstrechen der berühmten Seidenstraße durchquert wurde. Der Text gründet auf den Feldforschungen der Autoren und auf minutiösen Recherchen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.01.2003

Kailash im Westen Tibets ist ja heute schon zu einer Art "Hausberg" der Touristen geworden, spottet Ludger Lütkehaus, wobei diese die Stufen ihrer spirituellen Erleuchtung am liebsten im kompakten Pauschalangebot erklimmen würden. Lütkehaus weiß Abhilfe: in den wilden Osten Tibets trauen sich die wenigsten, sind doch Teile seiner Provinzen Kham und ganz Amdo von China annektiert worden. Dennoch leben heute noch weit mehr Tibeter in dieser Region als in der autonomen Region Tibet, weiß der Rezensent. Begeistert hat er den Bild- und Textband von Baumer/ Weber studiert, dem es keineswegs nur um schöne Bilder zu tun sei, wie er lobend erwähnt. Verguckt hat er sich in ein Foto einer Golok-Nomadin, für ihn ein Sinnbild der "starken Frau". Doch auch was den Informationsgehalt des Buches angeht, weist sich dieser Band durch detaillierte Kenntnisse und fachkundige Aufbereitung des Materials aus, lobt Lütkehaus.