Christine Lavant

Zu Lebzeiten veröffentlichte Erzählungen

Werke in vier Bänden; Band 2
Cover: Zu Lebzeiten veröffentlichte Erzählungen
Wallstein Verlag, Göttingen 2015
ISBN 9783835313927
Gebunden, 700 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Klaus Amann und Brigitte Strasser. Mit einem Nachwort von Klaus Amann. Mit großem Einfühlungsvermögen und ungeschöntem Realismus, sehr direkt und unverwechselbar poetisch rückt Christine Lavants Prosa an die Schicksale und inneren Welten ihrer Figuren heran. Mit "formal traumwandlerischer Sicherheit" (Franz Haas in der NZZ) erzählt Lavant von dem, was sie am besten kennt: von verletzten Kinder- und Frauenseelen, von den feinen und weniger feinen gesellschaftlichen Unterschieden, von Armut, Krankheit und Ausgrenzung, von erzwungener Anpassung, Bigotterie und Gewalt, aber auch von der befreienden Kraft der Liebe und der Fantasie. Der zweite Band der vierbändigen Werkausgabe bietet alle zwölf zu Lebzeiten Lavants erschienenen Erzählungen in neu edierter Gestalt, da viele der Erstdrucke von fremder Hand bearbeitet waren.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 04.07.2015

In Österreich wurde die 1915 unter ärmlichsten Bedingungen aufgewachsene Christine Lavant noch zu Lebzeiten mit den höchsten Literaturpreisen ausgezeichnet, doch dass ihr Werk erst jetzt in einer Gesamtausgabe erschlossen wird, findet Gisela Trahms "auf traurige Weise skandalös". Höchste Zeit also, dass sich mit Wallstein endlich ein Verlag ihres Lebenswerks annimmt, meint die Rezensentin und ist sofort begeistert: von Lavants faszinierendem Ton, "souverän, zart komisch und anrührend", ebenso wie vom "klugen Nachwort" des Herausgebers Klaus Amann. Mehr noch als der erste Band der Ausgabe, der Lavants in ihrer Ballung doch ein wenig redundante Gedichte enthält, bietet dieser Band für Trahms die überfällige und dringend angeratene Gelegenheit, die Kärtner Schiftstellerin (neu) zu entdecken.