Christine Drews

Freiflug

Roman
Cover: Freiflug
DuMont Verlag, Köln 2021
ISBN 9783832181307
Gebunden, 352 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Deutschland in den Siebzigerjahren. Katharina Berner stammt aus einer gut situierten Unternehmerfamilie, geht aber seit jeher ihren eigenen Weg. Dass sie Jura studieren wollte, statt eine Familie zu gründen, haben weder ihr Vater, der alte Patriarch, noch ihre Mutter oder Schwestern je verstanden. Doch sie hat sich durchgesetzt und arbeitet in einer großen Kanzlei in Köln - glücklich ist sie allerdings nicht. Die männlichen Kollegen machen ihr den Alltag zur Hölle, am liebsten würde sie sich selbstständig machen. Nur wie, wenn nicht einmal jemand Büroräume an sie vermieten will? Da bittet eine junge Frau Katharina um Hilfe: Rita Maiburg besitzt eine Pilotenlizenz, versucht jedoch vergeblich, eine Anstellung zu bekommen. Die Lufthansa hat ihre Bewerbung mit der Begründung abgelehnt, dass sie grundsätzlich keine Frauen als Piloten einstellt. Diese Ungerechtigkeit will Rita sich nicht gefallen lassen. Katharina nimmt den Fall an, und die beiden beschließen zu klagen - gegen die Lufthansa und die BRD.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.04.2021

Rezensentin Petra Pluwatsch liest den Roman von Christine Drews über die kämpferische Flugkapitänin Rita Maiburg mit Schaudern. Nicht die stilistischen Schwächen im Text sind dafür verantwortlich, sondern Drews' tiefes Eintauchen in die Emanzipationsbemühungen und die Frauenfeindlichkeit der siebziger Jahre. Dass Maiburg gegen die Lufthansa und die BRD klagen musste, um als Pilotin anerkannt zu werden, wie der Roman "faktenreich" schildert, kann sich Pluwatsch kaum noch vorstellen, auch wenn Gleichbehandlung immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, wie die Rezensentin weiß.

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