Christina Bussfeld

Democracy versus Dictatorship

Die Herausforderung des Faschismus und Kommunismus in Großbritannien 1932-1937
Cover: Democracy versus Dictatorship
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2001
ISBN 9783506775177
Gebunden, 336 Seiten, 51,60 EUR

Klappentext

Die dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts waren geprägt durch den Siegeszug totalitärer Regime in Europa. Diktatorische Systeme übten eine Anziehungskraft aus, der sich nur wenige Länder entziehen konnten. Großbritannien hingegen schien immun gegen die "Zeitkrankheit des Extremismus". Weder die British Union of Fascists unter ihrem Führer Oswald Mosley noch die Communist Party of Great Britain konnten die britische Politik entscheidend beeinflussen. Warum Faschisten oder Kommunisten im Vereinigten Königreich, anders als in weiten Teilen Europas, nicht an die Macht kamen, ist die zentrale Fragestellung dieses Buches.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2002

Aufgrund seiner Vormachtstellung und Vorbildfunktion im Westen hatten sowohl die Kommunisten als auch die Faschisten in den dreißiger Jahren an Großbritannien ein besonderes Interesse, so Gottfried Niedhart in seiner Rezension. Die Autorin Christina Bussfeld beschreibe die weitgehende innenpolitische Immunität des Landes gegen agitatorische Bemühungen der beiden politischen Lager und begründe sie letztlich, und da stimmt ihr Niedhart zu, mit "der Prägekraft der politischen Kultur Großbritanniens". Diese zeigte sich auch in einer Artikelserie des Locators, die in ihrer Bilanz nicht die Abschaffung sondern die Verbesserung des Parlamentarismus forderte und damit der Weltwirtschaftskrise mit "Reform statt Revolution" begegnete, was der bewährten Antwort der britischen Eliten auf "epochalen Umbruch" entsprach, so der Rezensent. Bussfeld richte in ihrer "akribischen" Untersuchung ihre Aufmerksamkeit auf die "Konfrontation" von Konservativer Partei und Labour Party mit den extremen Parteien.
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