Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Beatrix Langner führt ihre Rezension der ersten vier erschienenen Bände der "kommentierten Leseausgabe"durch lange Wolf-Zitate ein und würdigt ausführlich die Schriftstellerin und öffentliche Person Christa Wolf als "die bedeutendste Erzählerin der DDR". Sie stellt fest, dass die Neuherausgabe keinerlei Überrschungen bietet, "keine ungedruckten Texte, keine unterdrückten Entwürfe", und moniert, der Kommentarteil sei allzu befangen um Konsens bemüht. Vielleicht, so spekuliert sie, ist diese Werkausgabe von Verlag und Herausgeberin als Wundpflaster für die Wolf-Leserschaft und die Autorin selbst gemeint - "für die Zumutungen, die der Autorin im vereinten Deutschland zugefügt wurden".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…