In diesem Buch wird ein Tabu gebrochen: das Schweigen über die Probleme mit dem Altern. Denn in unserer Gesellschaft wird Alter verachtet. Zum ersten Mal sprechen Frauen und Männer offen und ehrlich über ihre Gefühle und auch ihre Strategien, ihr Alter zu bewältigen.
Älter werden und alt sein ist kein Spaß, das macht dieser Band mehr als deutlich, wie Heide Platen in ihrer Rezension feststellt. Offen und schonungslos äußern sich die Gesprächspartnerinnen und -partner zu den Problemen des Alters. Zusammengefasst sind die Aussagen der Dutzenden von Befragten in Protokollen, notiert werden erschlaffende Haut, Falten, Zahnersatz und Gegenmaßnahmen der beängstigenden Art: etwa die Verwandlung einer Wohnung in eine "Fitness-Folterkammer". Von Margarete Mitscherlich bis Konstantin Wecker kommen auch Prominente zu Wort, die sich jedoch, wie Platen bedauert, weit weniger offen äußern. Kein erbauliches Buch, alles in allem, jedoch: "manchmal erschütternd und dennoch urkomisch".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…