Das Buch erzählt die Geschichte einer großen europäischen Kulturlandschaft: Burgund. Es versammelt Geschichte, Bilder, Begebenheiten, die sich zu einem farbigen und aufregenden Panorama zusammenfügen. Ein Roman, der die Zeichen der Vergangenheit im Heute auffindet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.07.2001
Spannend, spannend, diese "Wanderung durch die Geschichte eines schönen Landes und seiner früheren Bewohner." Über das Burgund kennt Rezensent "jwu" so allerhand Bücher, keines allerdings, das ihm so gut gefallen hätte wie dieses. Erzählt werde lebensnah und detailgetreu, von "erloschenen Klostern", "eindrücklichen Kunstwerken" und auch manches Unbekannte aus der Kulturgeschichte der Region. Apropos Lebensnähe. Derart plastisch muss das sein, wie die Autorin über verschlafene Käffer und ehemalige Abteien schreibt - der Rezensent hört förmlich die Mönche singen. Wers mag.
Oh weia, kurz und knapp verreißt Christoph Hennig Christa Dericums literarische Betrachtungen über die Landschaft des südlichen Burgund. Der Rezensent hält das Buch für eine Mogelpackung. Nicht nur, dass er nichts erfahren hat, außer der Rekapitulation von Schlachten, Prozessionen und Attentaten. Keine Rede aber von der Landschaft, der Titel weckt falsche Erwartungen, beschwert sich Hennig. Und besonders verärgert ist er darüber, dass die Autorin Passagen aus Johan Huizingas Klassiker "Herbst des Mittelalters" leicht verändert in ihren Text eingebaut hat, ohne diese Passagen als Zitate zu kennzeichnen. "Falsche Perlen", resümiert denn auch ein deutlich verstimmter Rezensent.
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