Klappentext
Ungekürzte Autorenlesung. Hörbuch-Download, 14 Stunden, 18 Minuten. Sie waren beste Freundinnen, starteten gemeinsam eine Bühnenkarriere, doch dann kam der Bruch. Sonja, genannt Sonne, wurde von Jana von Mond verraten. Jahre später steht Jana - inzwischen ein Comedy-Star - vor der Tür von Sonnes Bestattungsunternehmen und bittet sie, die Trauerfeier für ihren Liebsten auszurichten. Alte Wunden brechen auf, neue werden zugefügt. Die Sonne und die Mond können ihre Umlaufbahn nicht verlassen, sie leuchten weiter, jede auf ihre Art, mal kalt, mal warm.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2025
Mit "Die Sonne und die Mond" hat Christ Kraus einen Roman direkt an "der Abbruchkante des Lebens" entlang geschrieben, einen Roman über Leben und Tod, voller Witz und Gefühl, mit dem der Autor auch den Verlust seiner Frau verarbeitete, weiß Rezensent Wolfgang Schneider. Sterben müssen in diesem Roman so einige, und sie alle landen bei "der Sonne" Sonja im Bestattungsinstitut "Sommernachtstraum". So auch der Mann von Sonjas Jugendfreundin Jana von Mond, "der Mond", und zwar mitsamt seiner Geliebten. Mit dem Auftauchen der alten Freundin gerät Sonjas mühsam aufgebauter, stabiler Alltag ordentlich ins Wanken, Sonne und Mond, so Schneider, sind "auf Kollisionskurs". Kraus erzählt von dieser konfliktreichen Freundschaft, dem Alltag im Bestattungsinstitut, den merkwürdigen Gestalten, die dort auftauchen und verschwinden, anschaulich, mit viel makabrem Humor und sehr realistisch, lobt der Kritiker. Ein Gegengewicht dazu bilden die zahlreichen Märchenreferenzen und das ebenso märchenhafte Finale dieses Romans: Bei all dem schwarzen Humor ist eine Prise Rührseligkeit gut für den Geschmack, findet der Rezensent. Ein trotz einiger Längen großartiger Roman, den der Autor übrigens mit eben so viel Fantasie und Leidenschaft vorliest, wie er ihn geschrieben hat, so Schneider.