Herausgegeben von Franz Engel, Moritz Queisner u. Viola Tullio. "I do not think I ever reflect in words: I employ visual diagrams." Diese Selbstbeschreibung von Charles S. Peirce (1839-1914) bildet den Ausgangspunkt für eine neue Sicht auf das Denken des amerikanischen Naturwissenschaftlers, Philosophen und Begründers des Pragmatismus und der Semiotik. Peirce war ein obsessiver Zeichner. Neben einer grafischen Logik entwickelte er eine zeichnerische Praxis, die untrennbar mit seinem Denken verwoben war, in ihrer philosophischen Relevanz aber bislang übersehen wurde. Der Band versammelt konkrete Fallstudien zu zahlreichen hier erstmals publizierten Zeichnungen von Peirce. Auf der Basis dieses Materials fragt er nach der allgemeinen Bedeutung dessen, was es heißt, in Bildern zu denken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.07.2012
Alles Denken ist bildlich, glaubte Charles S. Peirce, und glaubt mit ihm Rezensent Dirk Pilz, der sich freut, dass nun ein Band mit Zeichnungen, Karikaturen, Bilderrätseln aus der denkenden Hand des Semiotikers und Pragmatikers erscheint. Dass Denken ein visueller Akt ist, zeigt sich Pilz in diesem Band nunmehr auch in überraschend konkreter Form. Denn Peirces Zeichnungen seien weit mehr als nur "Illustrationen abstrakter Argumente". Pilz lobt auch die kundigen Beitexte von Peirce-Forschern in diesem Band.
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