Schüler im Alter von etwa 15 Jahren unterhalten sich über Moral, in der Klasse, auf dem Nachhauseweg, zu Hause mit ihren Eltern. Ihre Unterhaltungen kreisen um existenzielle Fragen: um Verbrechen und Strafe, um Leid und Solidarität, um Achtung und Selbstbestimmung, um Glück und den Sinn des Lebens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2000
Michael Schefczyk führt in die virulente Wertediskussion ein, indem er sich dem alten Vorurteil anschließt, der Wertskeptizismus könnte moralisch nicht unterscheiden zwischen ?Fürsorge und Folter?, um dann aber eindringlich ein Buch vorzustellen, das ursprünglich für den Ethik-Unterricht an chilenischen Schulen geschrieben wurde. Darin nähern sich die Verfasser ethischen Fragen über fiktive Dialoge in einer Schule. Derart gelingt ein Anschluss an die Lebenswirklichkeit der Zielgruppe, der in philosophische Fragen hineinführt, ohne die klassischen Größen bemühen zu müssen. Einziges Manko der liberalen Schul-Ethik ist für Schefczyk, dass die vermeintlichen Schüler ?häufig eher wie Proseminaristen? reden.
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