Catherynne M. Valente

Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte

Cover: Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte
Rowohlt Verlag, Reinbek 2013
ISBN 9783499216329
Gebunden, 320 Seiten, 17,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sylke Hachmeister. Mit Illustrationen von Ana Juan. Die 12-jährige September führt ein schrecklich langweiliges Leben in Nebraska, wo sie den lieben langen Tag nur gelb-rosa Teetassen abspülen und mit ihrem Hündchen spielen kann. Bis eines Tages der Grüne Wind auf seiner Leopardin der leichten Lüfte an ihr Fenster fliegt und sie zu einem großen Abenteuer ins Feenland einlädt. Tatsächlich wird Septembers Hilfe dringend gebraucht, denn im Feenland herrscht eine schreckliche Marquess, die nicht älter ist als September selbst. Sie verlangt von September, einen ganz besonderen Gegenstand aus dem gefährlichen Gespinstwald zu holen. Sonst will die Marquess das Feenland in einen langweiligen, phantasielosen Ort verwandeln und den Einwohnern das Leben zur Hölle machen - darunter auch Septembers neue Freunde, der bücherliebende Lindwurm A-bis-L und der blaue Dschinn Samstag. Mit viel Mut und noch mehr Herz stellt sich September ihrer schwierigen Aufgabe.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.04.2013

Siggi Seuss versteht sich als erfahrenen "Wanderer durch Phantasieländer", doch was Catherynne M. Valente in ihrem Buch "Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte" bietet, das unterscheidet sich doch erheblich von allem Altbekannten. Was dieses Buch besonders macht, sind nicht unbedingt die fantastischen Geschöpfe, Lindwürmer und Meermenschen kommen auch anderswo vor, erklärt der Rezensent. Auch das Mädchen September hat in Dorothy und Alice ältere Schwestern im Geiste, junge Mädchen, die aus dem Alltag des elterlichen Hauses in fremde Welten flüchten und gutherzig Gutes tun. Das Besondere ist, wie Valente ihre Gedanken assoziativ ausspinnt, Bilder heraufbeschwört und die Themen miteinander verknüpft, beschreibt Seuss. Am Anfang fühlt man sich von diesem Schwall noch etwas überrollt, warnt der Rezensent, aber man erkennt schnell das "kluge, fein gesponnene Netz" aus wunderlichen Bildern und verwegenen Gedanken, und zwar in einer klaren, verständlichen Sprache, dank der Übersetzung von Sylke Hachmeister auch im Deutschen, lobt Seuss.
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