Der Debütroman der US-Poetry-Slammerin Elizabeth AcevedoXiomara hat ihre Worte immer für sich behalten, so wie ihre strenggläubige Mutter es verlangt. In ihrem Viertel in New York übernehmen stattdessen Fäuste das Reden. Doch X hat Geheimnisse: ihre Gefühle für Aman aus ihrer Klasse; ihr Notizbuch voller Gedichte, das sie unter dem Bett versteckt - und ein Slam-Poetry-Club, der all diese Geheimnisse ans Licht bringen wird. Denn auf der Bühne bricht Xiomara schließlich ihr Schweigen und verlangt, von allen gehört zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2019
Es geht hier um Wut, stellt Rezensentin Roswitha Budeus-Budde fest. Nämlich um die Wut eines Mädchens, das zerdrückt zu werden droht zwischen den geballten Hässlichkeiten, denen sie in Harlem ausgesetzt ist, und den Ansprüchen der Mutter, die sie verantwortlich macht für die Anmache der Kerle. Dass ihr dagegen das Schreiben von Rap-Texten hilft, findet die Rezensentin offenbar überzeugend. Sie erzählt vor allem den Plot des Buches nach, äußert sich aber leider nicht über die Qualität der Übertragungen durch die Poetry-Slammerin Leticia Wahl. Offenbar ein Mut machendes Buch, aber die Rezensentin hält sich bedeckt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.09.2019
Fridtjof Küchemann schätzt das Verhaltene in Elizabeth Acevedos Debütroman für Jugendliche ab 14. Die Geschichte der adipösen Xio mit dem Talent zum Verseschmieden erzählt die Autorin laut Küchemann ohne Wichtigtuerei und mit Sinn für die kleinen Freiheiten, die sich die junge Heldin erarbeitet, in der Schule, beim Flirt, beim Poetry Slam oder im Konflikt mit der Mutter. Dass vieles im Text ungesagt und ungelöst bleibt, empfindet der Rezensent als Gewinn. Eine ungestüme Erzählerin, aber eine bedächtige Autorin, meint er.
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