Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Paulina wacht blutend und verwirrt in einem demolierten Auto auf, neben sich ein Mädchen, das sie nicht kennt. Hat sie einen Unfall gebaut? Nur langsam erinnert sie sich: an ihr Leben in Buenos Aires mit ihrem langweiligen Exfreund Felipe, an ihre exaltierte Kollegin Maite, die sie auf einen Roadtrip mitnahm, und an Lara, das junge Mädchen neben ihr, das Paulinas Leben vielleicht in neue Bahnen lenken kann.
Schönen Beobachtungen, witzigen Szenen und jeder Menge Millenial-Schmerz begegnet Rezensentin Marie-Luis Goldmann im Buch der argentinischen Schriftstellerin Camila Fabbri. Paulina und Maite sind Mitte Dreißig und lassen sich durch Buenos Aires treiben, geplagt von diffusen Sehnsüchten, aber auch ganz realen Beziehungsproblematiken. Paulina hat einen Kinderwunsch, Maite will endlich eine stabile Beziehung - beides ist schwer zu erreichen. "Lakonie und Unaufgeregtheit" prägen den Text, der außerdem auf eine stringente Handlung verzichtet, genau so wie auf popkulturelle Anspielungen - das Lebensgefühl einer Generation sieht die Kritikerin hier jedenfalls authentisch widergespiegelt.
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