Die Reihe "Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland" schließt nahtlos an das vierbändige Werk "Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik" an. Ziel ist es, die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland und den Aufbau ihrer Streitkräfte seit dem Bündnisbeitritt 1955 darzustellen. Auf der Basis einer intensiven Quellenauswertung in nationalen und internationalen Archiven kann damit die ganze Bandbreite westdeutscher Bündnis- und Streitkräftegeschichte analysiert werden. Der Zusammenhang von NATO-Vorgaben und nationaler Verteidigungsplanung wird dazu ebenso eingehend erschlossen wie die Integration der aufwachsenden Streitkräfte in Staat und Gesellschaft und das Innenleben der Bundeswehr.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.03.2006
Rundum zufrieden zeigt sich Rainer Blasius mit Bruno Thoß' "vorzüglicher Studie" über den Aufbau der Bundeswehr und die atomare Vergeltungsstrategie der Nato in den Jahren 1952 bis 1960. Der Autor untersuche die Strategiedebatten während der Aufbauphase der Streitkräfte mit dem Ziel, die Sicherheitsinteressen der BRD im Spannungsfeld zwischen nuklearer Abschreckung seitens der Verbündeten und konventioneller Verteidigung durch die Bundeswehr auszuloten. Das ist ihm nach Einschätzung von Blasius bestens gelungen. Ausführlich zeichnet der Rezensent die auf "breiter Quellengrundlage" erarbeiteten Ergebnisse der Arbeit nach. Dabei verschweigt er nicht, dass die präsentierten Atomszenarien auch noch nach Jahrzehnten "Erstaunen und Entsetzen" beim Leser hervorrufen.
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