Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner, Alexander Wagner u. a. Wie viele seiner Songs ("Thunder Road", "Badlands", "Darkness on the Edge of Town", "The River", "Born in the U.S.A.", "The Rising" oder "The Ghost of Tom Joad", um ein paar wenige zu erwähnen) ist Bruce Springsteens Autobiografie geprägt von der Lyrik dieses Songwriters und der Weisheit eines Mannes, der ausgiebig über sein Leben nachgedacht hat.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.11.2016

Rezensent Tobi Müller hält Bruce Springsteen für den Richtigen, um ein besseres Licht auf die USA zu werfen und Springsteens Memoiren scheinen ihm dazu auch gut geeignet, wenngleich das Buch ihn auch ohne den Hintergrund aktueller Krisen überzeugt. Müller lobt vor allem die Differenziertheit, die Selbstdistanz, den Humor und die Selbstironie, mit denen hier einer seine Wurzeln freilegt, seine problematische Vaterbeziehung und seine bipolare Störung thematisiert, seinen Aufstieg im Rockgeschäft nachzeichnet und seine Ansichten über Ungleichheit und Rassismus darlegt. Der Sound des Buchs erinnert Müller an die Songs. Hört sich gut an, findet er.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.09.2016

Rezensent Frank Junghänel hat Bruce Springsteens Autobiografie verschlungen. In dem Buch hat er alles gefunden, was auch Springsteens Musik ausmacht: Sonderliche Menschen, Verzweiflung, Wut und ein kräftiger Rhythmus. Dabei hat den Rezensenten nicht nur beeindruckt, wie Springsteen von seiner traurigen Jugend in New Jersey erzählt, von seinem psychisch kranken Vater und den eigenen Depressionen, sondern auch, wie er über seine Musik schreibt, die verschiedenen Alben und Konzerte. Junghänel findet Springsteens Bekenntnisse anrührend, bedrückend und so poetisch, wie er es dem Kraftprotz der amerikanischen Rockmusik eigentlich kaum zugetraut hätte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.09.2016

Um Bruce Springsteens Autobiografie "Born to Run" gebührend zu würdigen, druckt die SZ die erste Seite des Feuilletons Artikel von Richard Ford aus der New York Times. Ford ist ein großer Springsteen-Fan und deswegen in aller Ausführlichkeit, aber auch recht umständlich darum bemüht, die Einzigartigkeit des Bosses in Worte zu fassen. Verstehen kann man das - zumal in der hastigen Übersetzung nur bedingt. Klar macht Ford jedoch so viel: In "Born to Run" steht kaum etwas Neues, aber das in "guter solider Prosa": Springsteen erzählt von seinem brodelnden Elternhaus mit einem irischen Säufer als Vater und einer italienischen Mutter, von den harten Verhältnissen in New Jersey und vom Ehrgeiz, da herauszukommen und zwar groß. Geradezu grotesk findet Ford das Selbstbewusstsein dieses Musikers, der allerdings für mindestens zwei Generationen die Hintergrundmusik ihres Lebens geschrieben hat, ohne Noten lesen zu können. Ford liest Springsteens Buch wie einen "Liebesbrief an seine Heerscharen". Legt die CD ein und erkennt die Kunst im Krach.
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 27.09.2016

Bruce Springsteens Autobiografie ist für Michael Pilz das Buch zur großen Depression in den USA und öffentliche Seelenbeichte, in der der Sohn mit den Vätern und ihrem schwermütigen Erbe hadert. Das Buch zum amerikanischen Traum ist es nicht, meint er. Die "Weltmeere von Tränen", die der "rechtschaffene Rockarbeiter" Springsteen im Buch heult, lassen Pilz das Label "Lebenshilfebuch" auspacken, zumal zuweilen Springsteens Therapeut zu sprechen scheint. Denkt der Leser die Songs mit hinzu, erhält das Ganze laut Pilz aber auch eine politische Komponente.