Birgit Schneider

Klimabilder

Eine Genealogie globaler Bildpolitiken von Klima und Klimawandel
Cover: Klimabilder
Matthes und Seitz, Berlin 2018
ISBN 9783957575456
Gebunden, 300 Seiten, 30,00 EUR

Klappentext

Unsere Vorstellungen von Klima und Klimawandel stammen aus Bildern - Bildern, mit denen Wissenschaften ihre Erkenntnisse sichtbar machen. Diese Bilder müssen gedeutet und kritisiert werden, um ihre Aussagekraft und Intentionen offenzulegen. Genau dies unternimmt Birgit Schneider in dieser politisch brisanten medienkritischen Untersuchung, die sie ausgehend von Alexander von Humboldts Wetterwissen zum heutigen Begriff des Klimas führt. Sie untersucht, wie die mit wissenschaftlichen Methoden erhobenen Daten um ihrer Operationalisierbarkeit willen vor allem in Kurven-Grafiken visuell aufbereitet werden. Die Kenntnis dieser und anderer Darstellungsmittel ist nicht zuletzt wichtig, um die Argumentationen derjenigen zu entkräften, die Klimawandel vorsätzlich und fälschlich noch immer als "offene Frage" inszenieren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2018

Michael Hagner erkennt in dem Buch der Medienwissenschaftlerin Birgit Schneider einen glänzenden Beitrag zur Klimadebatte. Wie sachkundig die Autorin aktuelle "Klimabilder" in die Geschichte der Klimavisualisierung einordnet, Humboldts Klimakarte von 1817 genau untersucht und von hier aus den Weg der Bildlichkeit moderner Wissenschaft aufzeigt, findet Hagner beeindruckend. Der Rezensent lernt, wie sich die Bildstrategien der Klimawissenschaft von denen der Leugner des Klimawandels unterscheiden. Schneiders Lösungsvorschläge für ein besseres Verständnis der Klimabilder hält Hagner für eine Bedingung für angemessenere Bildstrategien.

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