Robert Musil (1880-1942) hat neben seinem fragmentarischen Roman Der Mann ohne Eigenschaften (1930/32) Dramen, Erzählungen, Essays, Rezensionen sowie einen umfangreichen Nachlass hinterlassen. Das Handbuch bietet LiteraturwissenschaftlerInnen wie interessierten Laien eine umfassende Übersicht zu Leben, Werk und Wirkung Musils. Zugleich werden Forschungsperspektiven auf eines der wichtigsten Werke der deutschsprachigen klassischen Moderne eröffnet
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.07.2017
Rezensent Dirk Pilz gibt zu, dass das von Birgit Nübel und Norbert Christian Wolf herausgegebene Robert-Musil-Handbuch nicht nur sehr dick, sondern auch sehr teuer ist. Pilz scheint es jedoch unerlässlich, jedenfalls für jeden Musil-Fan. Einerseits wird Musils Gesamtwerk erörtert, meint er, Aspekte wie Mode und Mystik erkundet. Andererseits wird eine ganze Epoche, ihre Signatur porträtiert, Musils Schaffenszeit von 1900 bis 1942. Vor allem letzteres hält Pilz für außergewöhnlich für ein Handbuch.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.07.2017
Hartmut Böhme wuchtet das dicke von Birgit Nübel und Norbert Christian Wolf herausgegebene und von 44 Autoren mit verfasste Musil-Handbuch auf den Tisch und stellt fest: So eine Sammlung kollektiver Schwarmintelligenz ist bei Musil und seinen vor Reflexionen und Exkursen strotzenden Texten (von den Romanen bis zu den technikwissenschaftlichen Schriften) mehr als nötig. Irritiert hat den Rezensenten allerdings, dass Musils intellektuellem Selbstbild, das laut Böhme quer steht zu konventionellen Einordnungen, im Buch so relativ wenig Raum zugedacht wird. Musils spezifische Modernität liegt für Böhme aber genau hier, in der Transzendenz von Systematischem, von Personen und Identitäten (im Roman). Abgesehen davon aber scheint ihm das Handbuch philologisch zuverlässig und fortan unverzichtbar für die Interpretation von Musils Werk.
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