Das Politikbuch für die Generation Smartphone. Bijan Kaffenberger ist 29, seit vielen Jahren politisch aktiv - und er hat Tourette. Seine körperlichen Tics hielten ihn aber nicht davon ab, seinen Weg zu gehen. Bijan ist entschlossen, die Welt zu verbessern. Aber irgendwie scheint er in seiner Generation mit dieser Einstellung ein Sonderling zu sein: Seine Altersgenossen gehen selten zur Wahl und interessieren sich zu wenig für Politik. Woran liegt das? Bijan ist sicher: Die Politikverdrossenheit seiner Generation hat nichts mit Smartphones zu tun, sondern damit, dass junge Leute nur alte Säcke wählen können, die Themen nicht erklären und ihre Interessen nicht vertreten - aus Mangel an Alternativen. Er will eine solche sein.
Eine Antwort auf die Titelfrage bekommt Moritz Küpper zwar nicht von Bijan Kaffenberger, das Buch jedoch, das laut Küpper strukturell Kaffenbergers Youtube-Kanal ähnelt, lässt sich seiner Meinung nach dennoch lesen. Schon wegen der kleinteiligen Anlage in 23 Begriffen, denen der Autor fragend, in biografischem Stil, verständlicher Sprache und zitatreich nachgeht. Stichworte wie "Direkte Demokratie", "Facebook", "Krieg im Netz" weisen den Rezensenten auf eine gewisse Schwerpunktlastigkeit Richtung Digitalisierung hin. Dem eigentlichen Anliegen des Buches, gegen die Politikverdrossenheit seiner Generation anzugehen, wird der Autor für Küpper vielleicht nicht auf ganzer Linie gerecht. Umso gespannter ist der Rezensent auf Kaffenbergers Erfahrungsbericht aus dem hessischen Landtag, wo der Autor neuerdings für die SPD sitzt.
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