Bianka Pietrow-Ennker (Hg.)

Präventivkrieg?

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion
Cover: Präventivkrieg?
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN 9783596144976
Taschenbuch, 218 Seiten, 10,17 EUR

Klappentext

War der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wirklich ein Präventivkrieg, wie heute wieder gern behauptet wird? Diese These ist und bleibt falsch, wie dies hier von der deutschen und russischen Elite der MilitärhistorikerInnen wie auch von Zeitzeugen aufgrund neuester Forschungen bewiesen wird.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.07.2000

Unter der kindlich klingenden aber politisch-historisch hochemotionalen Überschrift "Wer hat angefangen?" bespricht Werner Bührer den vorliegenden Band. Es geht um die Frage, ob der deutsche Angriff auf die Sowjetunion wirklich das war, was Hitler behauptete, nämlich ein Präventivschlag gegen die zum Angriff auf Deutschland bereite Sowjetunion. Zehn Beiträge dazu sind hier versammelt, gegliedert in drei Themenblöcke werden sie vorgestellt. Im ersten, so Bührer, gehen Manfred Messerschmidt, Wolfram Wette und Hans Mommsen auf die deutsche Seite ein: wer wusste wann was, wer reagierte wie auf das, was er wusste? Der zweite Block beschäftigt sich mit der sowjetischen Seite, respektive mit "Aspekten der sowjetischen Außen- und Deutschlandpolitik". Rpetrow-Ennker, Sergej Slutsch und Lew Besymenski zeigen auf, so Bührer, dass Stalin an einer Konfrontation mit Deutschland zu diesem Zeitpunkt nicht gelegen sein konnte. Und der dritte Themenblock ist der Problematik "systembedingter Missstände" gewidmet, die die Rote Armee völlig lähmten und die Fähigkeit des Landes zur Selbstverteidigung untergruben. Der Sammelband "informiert sachlich über einen nicht nur wissenschaftlichen Streit", urteilt der Rezensent.
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