Niedrige Geburtenraten, unsichere Partnerschaften und prekäre Beschäftigung - mit diesen Entwicklungen sieht sich Deutschland seit den 1970er-Jahren konfrontiert. Doch welchen Einfluss haben Unsicherheiten in der Partnerschaft und im Erwerbsleben auf die Geburt des ersten und zweiten Kindes? Diese Studie zeigt zwei notwendige sozialpolitische Konsequenzen auf, um der negativen Geburtenentwicklung entgegenzuwirken: die rechtliche Gleichstellung von Ehe und nichtehelicher Lebensgemeinschaft und mehr Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2018
Mona Jaeger empfiehlt allen Fans von mehr Kindern die Dissertation von Annina T. Hering. Die Erkundung unterschiedlicher Partnerschaftsmodelle und Beschäftigungsverhältnisse in ihrer Auswirkung auf den Kinderwunsch ergibt laut Jaeger einerseits nicht allzu Überraschendes (die Ehe fördert den Kinderwunsch, prekäre Beschäftigung eher nicht), bietet andererseits interessante Details, etwa zur Art der prekären Beschäftigung. Dass Hering nur recht wenige Empfehlungen für politische Gegenmaßnahmen anzubieten hat, findet Jaeger bedauerlich.
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