Herausgegeben von Barbara Helbling, Magdalen Bless-Grabher und Ines Buhofer. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich Zürich zu einer blühenden Stadt. Auch das religiöse Leben erfüllte den Alltag in einer Vielfalt und Intensität, die für uns heute kaum noch vorstellbar ist. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Bettelorden, die neue Formen einer volksnahen Seelsorge und Predigt pflegten. Innerhalb kurzer Zeit entstanden fünf Klöster des Franziskaner-, Dominikaner- und des Augustiner-Eremiten-Ordens - drei Männer- und zwei Frauenklöster, dazu zahlreiche Beginenhäuser und Laienbruderschaften. Von all diesen Gemeinschaften empfing die Stadt starke religiöse und kulturelle Impulse.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.02.2003
Der Rezensent beziehungsweise die Rezensentin mit dem Kürzel "pi" lobt diesen von drei Historikern und Theologen herausgegebnen Band sehr. Er gehöre "nicht nur in jede Turicensia-Bibliothek", sondern wohl in jede gute Bibliothek. Das Buch eröffne "ein unbekanntes Universum" und biete "eine Mentalitätsgeschichte der Stadt Zürich im Mittelalter". Deutlich werde, dass Zürich einmal eine "bedeutende Kirchenstadt" war, was durch die später dominierende Reformation etwas in Vergessenheit geraten sei. Im Zentrum des Bandes steht der Einfluss der Bettelorden auf das mittelalterliche Leben in Zürich. Neben kirchengeschichtlichen, architektonischen und städtebaulichen Aspekten behandelten die verschiedenen wissenschaftlichen Beiträge "der führenden Experten und Expertinnen zum Thema Stadtkultur und Seelenheil im Mittelalter" die Frauenseelsorge, Gesundheitsregeln, Buchmalerei und Spiritualität im mittelalterlichen Zürich.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…