Die Monographie untersucht anhand der deutschen Franziskaner den Anteil der Bettelmönche am sozialen Wandel des späten Mittelalters. Die Bettelmönche strebten danach, die in einem starken Wandel befindliche Gesellschaft des späteren Mittelalters zu reglementieren. Dies geschah durch die Kombination scheinbar widersprüchlicher Entwicklungen: der Verchristlichung individueller Freiheiten bei gleichzeitiger Etablierung neuartiger Kontrollmechanismen. So verkörpert das exemplarisch dargestellte Wirken der frühen deutschen Franziskaner die Dialektik gesellschaftlicher Diversifizierungsprozesse, welches Europa nicht nur im Mittelalter prägte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2007
Viel erfahren wir von Rezensent Vincenzo Velella nicht nicht zu diesem Buch von Thomas Ertl über "Religion und Disziplin" des Franziskanertums. Er beschränkt sich darauf, einige Informationen zur Frühzeit der Franziskaner zu geben, ihrem schnellen Aufstieg und ihrer ebenso baldigen Verteufelung. Doch ob er diese Informationen dem Buch entnommen hat oder nicht, worum es in dem Buch geht, erfahren wir nicht. Mit einem Urteil hält er ebenso auch hinterm Berg, allein im letzten Satz belegt er das Buch mit dem Attribut "hervorragend informiert".
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