"Es ist ein merkwürdiges Land", schrieb der 28jährige preußische Gerichtsassessor Georg Michaelis an seine Mutter. Von 1885 bis 1889 hielt er sich in Japan auf, führte Tagebuch und sandte regelmäßig Berichte ins heimatliche Frankfurt/Oder. Er erörtert die Stärken und Schwächen seiner deutschen Landsleute in der Gelehrtenkolonie in Tokyo und in der Kaufmannskolonie in Yokohama und schildert die Eigenheiten der ihm begegnenden japanischen Würdenträger und der einfachen Menschen. Die Edition ist mit einer wissenschaftlichen Einleitung, einer Kurzbiografie des preußischen Juristen, einem Anhang ergänzender Dokumente und Zeitungsberichte sowie einem Register versehen. Die bislang unveröffentlichten Michaelis-Berichte werden durch Sachkommentare erschlossen und durch zahlreiche Fotos und Karten illustriert.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…