Aischylos bildet - gemeinsam mit Sophokles und Euripides - die Trias der großen griechischen Tragödiendichter. Die Autorin stellt alle erhaltenen Dramen des Aischylos mit ihren literarischen Besonderheiten vor und erläutert sie im Hinblick auf ihre historischen Hintergründe sowie auf ihre politischen, sozialen und gesellschaftlichen Bezüge. So werden Meisterwerke der Weltliteratur wie "Die Orestie", "Die Perser" oder "Sieben gegen Theben" in ihren Zeitbezügen, aber auch in ihrer überzeitlichen Bedeutung wieder lebendig.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.11.2009
Nützlich, auf dem Stand der neuesten Forschung und ein gelungener Einstieg für interessierte Laien, lautet Albert von Schirndings positives und gleichwohl etwas verhalten klingendes Urteil zu dieser Monografie über den griechischen Tragödiendichter Aischylos. Nur zu verständlich findet der Rezensent, dass die Autorin, die Bamberger Gräzistin Sabine Föllinger, in ihrer Monografie nicht allein einen Überblick über die Sekundärliteratur bieten, sondern ihren eigenen interpretatorischen Fingerabdruck hinterlassen will. Allerdings überzeugt den Rezensenten Föllingers Deutung nicht wirklich, der Chor von Aischylos' Stück "Agamemnon" sei keine Anrufung göttlicher Mächte, sondern lediglich als "private Theodizee" von Greisen zu verstehen. Die Autorin will den Theologen Aischylos in Frage stellen, erkennt seine großartige Vermittlung von "dunklen Kräften" und "neuer Ordnung" nicht an und stutzt die Intention des Tragikers damit als auf Kompromisse bedachtes "Mittelmaß" zusammen, so Schirnding ganz und gar nicht einverstanden.
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