Bernd Greiner

9/11

Der Tag, die Angst, die Folgen
Cover: 9/11
C. H. Beck Verlag, München 2011
ISBN 9783406612442
Gebunden, 280 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Was geschah wirklich am 11. September 2001? Seit zehn Jahren recherchieren staatliche Ermittler und Historiker. Dennoch haben Verschwörungstheorien über "9/11" nach wie vor Hochkonjunktur. Gestützt auf neues Archivmaterial - etwa den Funkverkehr der entführten Maschinen - und die neuesten Erkenntnisse über Täter, Hintermänner und Drahtzieher schildert Bernd Greiner die Ereignisse und untersucht ihre Folgen. Dieses Buch entkräftet zahlreiche Legenden: dass eine entführte Maschine abgeschossen worden sei, dass die Katastrophe mit einer besseren Kooperation von Polizei und Geheimdiensten hätte verhindert werden können oder dass eine rechtzeitige Verhaftung Osama Bin Ladens am Desinteresse der Regierung Clinton scheiterte. Keine dieser Vermutungen ist haltbar.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.09.2011

Jörg Lau stellt in seiner Besprechung verschiedene Neuerscheinungen zum 11. September vor, das Buch des Hamburger Historikers Bernd Greiner empfiehlt er sehr, nennt es aber auch eine "schmerzhafte Lektüre". Denn in Laus Augen zeigt Greiner minutiös auf, wie George Bush und sein engster Kreis die Anschläge auf das World Trade Center dazu nutzten, ihre politische Agenda im Irak durchzusetzen. Beklemmend findet der Rezensent, bei Greiner noch einmal nachzulesen, wie hier die Hybris einer Regierung wirkte und wie sie in ihrer Politik "Maß und Moral" verlieren konnte. Nicht einverstanden ist Lau allerdings, wenn Greiner in Barack Obamas Politik lediglich die Fortführung "imperialer Selbstbehauptung" sieht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2011

In seiner Kritik zweier Bücher über die Terroranschläge von 2001 in Amerika zeigt sich Rezensent Wilfried von Bredow sehr zufrieden mit der Darstellung von Bernd Greiner. Der Autor fasse sachlich und umfassend die, wie er betont, zuverlässigen Informationen zusammen, die zu den Anschlägen in New York und Washington vorliegen, und richtet dann sein Hauptinteresse auf die Folgen für die amerikanische Politik und Demokratie, so der Rezensent zustimmend. Die "pessimistischen" Schlussfolgerungen, die der Autor am Ende zieht, dass nämlich der Kampf der USA gegen den Terror als gescheitert gelten kann und mit weiteren Anschlägen in der Zukunft gerechnet werden muss, teilt Bredow zu seinem Bedauern.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.07.2011

Rezensentin Franziska Augstein lobt Bernd Greiners Buch über die Attentate vom 11. September 2001 als exzellent. Sie bescheinigt dem Historiker, die Vertuschung der US-Regierung hinsichtlich der Aufklärung des Anschlags darzulegen. Die Idee, die USA selbst könnten hinter den Attentaten stecken, weist er in ihren Augen aber überzeugend zurück. Vor allem hebt sie Greiner Ausführungen über den Zusammenhang der zunehmenden Korrumpierung der Gewaltenteilung in den USA und der Geheimniskrämerei des Weißen Hauses hervor. Die Analyse des Autors führt für sie zu dem "erschreckenden" Schluss, dass die Demokratie in den USA nicht mehr funktioniert.
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