Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Karin von Schweder-Schreiner. Bernardo Carvalho ist ein Kosmopolit, der den brasilianischen Urwald ebenso faszinierend zu schildern versteht wie die Mongolei. In seinem neuesten Roman erzählt er von St. Petersburg, der Stadt der dreihundert Brücken, und zwei jungen Männern, die sich hier begegnen und in deren Schicksal sich die Nationalitätenkonflikte spiegeln, die überall in Osteuropa zu schwelen scheinen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.04.2014
Kersten Knipp findet das Buch bedrückend und faszinierend zugleich. Dass es dem brasilianischen Autor Bernardo Carvalho darin gelingt, das Russland nach dem Ende der UdSSR, das Russland des zweiten Tschetschenienkrieges, aus der Innenperspektive darzustellen, ohne dabei aufgesetzt, exotistisch oder sensationsheischend rüberzukommen, scheint Knipp bemerkenswert. Die Themen des Buches, Deportation, Flucht und Vertreibung, Nationalismus, Rassismus sowie gehetzte, verfolgte Figuren im nächtlichen Sankt Petersburg haben Knipp eine aufwühlende Lektüre beschert.
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