Kommentar deutsch-englisch. Eine Publikation der Paul Sacher Stiftung. Herausgegeben und kommentiert von Felix Meyer. Mit Noten und Beiheft. Die im Auftrag von Paul Sacher entstandene "Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta" von Bela Bartok gehört zu den unbestrittenen Meisterwerken der Musik des 20. Jahrhunderts. Bartok brachte die Komposition in kurzer Zeit im Sommer 1936 zu Papier und zeichnete sie dabei, entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten, direkt in Form einer kompletten Entwurfspartitur auf, die er anschließend mehrfach überarbeitete und schließlich dem Verlag als Druckvorlage übergab. Diese bedeutende Quelle wird hier erstmals im Faksimile veröffentlicht. Ergänzt wird der Band durch ein separates Beiheft mit verworfenen Entwurfseiten, Skizzenblättern und der "Urform" der später überklebten Seiten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.12.2001
Dieses Kleinod heutiger Faksimile-Ausgaben im stillen Kämmerlein umblättern zu können, hält der Rezensent für eine Errungenschaft unserer Zeit. Eine stofflich wie wissenschaftlich so aufwendige Publikation sei "vor noch nicht langer Zeit" nur für wenige erschwinglich gewesen. Gut 300 Mark kostet der Band übrigens. Auch nicht gerade ein Schnäppchen, aber derart "gründlich" eben und derart geeignet, wie es in der Besprechung heißt, die Komposition sowohl von der philologischen wie von der künstlerischen Seite her zu studieren und "Einblick in die durch drei Stadien führende Verwirklichung jener Grundimpulse" des Werks zu erhalten, dass Rezensent Andres Briner das gern hinblättert. Zumal die hohe Faksimile-Qualität, wie Briner erklärt, nicht nur das Bartoksche Partiturautograph betrifft, sondern auch die Skizzen, und quasi nebenbei auch noch etwas über die Entstehung und die Uraufführung zu erfahren ist.
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