Geza Hegedüs

Ungarische Jahrhunderte

Ein kulturhistorischer Streifzug
Cover: Ungarische Jahrhunderte
edition q im Quintessenz Verlag, Berlin 1999
ISBN 9783861245117
gebunden, 382 Seiten, 24,54 EUR

Klappentext

Géza Hegedüs hat mit seinem letzten Buch einen Überblick zur Geschichte und Kultur des Landes der Magyaren geschrieben.Vor dem Auge des Lesers erstehen die wesentlichen Epochen der geschichtlichen Entwicklung, beginnend mit der "Landnahme" durch Árpád im Jahre 896 und endend mit der Überwindung der kommunistischen Kádár-Ära 1989. Lebendig werden ebenso die großen Persönlichkeiten der Geschichte - von Stephan dem Heiligen über Matthias Corvinus und Franz II. Rákóczi bis zu Lajos Kossuth - wie Ungarns bedeutende Dichter und Musiker - von Sándor Petöfi und Mór Jókai bis zu Béla Bartók und Zoltán Kodály. Eingeschlossen in die Darstellung ist auch die Geschichte des ungarischen Judentums (mit dem aus Budapest stammenden Theodor Herzl).

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999

Günther Fischer bespricht das Buch zusammen mit "Die Ungarn" von Paul Lendvai (C. Bertelsmann Verlag) und "Eine kleine Geschichte Ungarns" von Holger Fischer (Edition Suhrkamp).
Seine Besprechung leitet Günther Fischer ein mit einer Reflexion darüber, wie "einsam, verloren und bedroht" sich die Ungarn bis heute fühlen. Vielleicht hat das, so überlegt er, neben vielen historischen auch kulturelle Gründe, beispielsweise das von den Sprachen der unmittelbaren Nachbarn so völlig verschiedene Ungarisch, und der Stolz auf berühmte Ungarn - z.B Soros, Teller und Pulitzer -, der immer nur einer auf Emigranten sein konnte.
Die vorliegenden Bücher kommen recht unterschiedlich weg: Hagedüs bietet mit "Ungarische Jahrhunderte" eine geraffte Darstellung der traditionellen Art, Lendvais "Die Ungarn" ist witzig und "virtuos" - offenbar das lesbarste der drei -, und H. Fischer, Leiter des Hamburger Finnisch-Ugrischen Seminars bietet mit "Eine kleine Geschichte Ungarns" detailreichen, "fast lexikalischen Lesestoff", meint Fischer. Zudem hält sich sein Namensvetter am wenigsten an das obige Verdikt der Einsamkeit Ungarns: anders als die beiden ungarischen Autoren verhandele er die spannende Entwicklung seit 1989 (Beitrittsverhandlungen mit der EU, Mitgliedschaft in der NATO) noch auf immerhin 15 wichtigen Seiten.

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