Beatrice von Weizsäcker

JesusMaria

Christentum für Frauen
Cover: JesusMaria
Piper Verlag, München 2014
ISBN 9783492056441
Gebunden, 283 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Die katholische Kirche wird von Männern beherrscht und von Frauen getragen. Das ist ungerecht. Welche Anmaßungen stecken dahinter? Das ist eine der Fragen, die Beatrice von Weizsäcker stellt. Doch darf die überzeugte Protestantin das? Ihre Antwort ist klar: Sie muss.
Ist die Bibel tatsächlich so männlich gemeint? Taugt Jesus als Vorbild? Oder Maria? Es sind alte Fragen. Fragen, die nicht nur die Autorin umtreiben, sondern Männer und Frauen beider Konfessionen. Sie zeigt anhand von Geschichten über Frauen in der Bibel und Jesu Wirken den Kontrast zur katholisch-männlichen Wirklichkeit. Sie ist überzeugt: Im Sinne Jesu war das nicht. Frauen spielten in seinem Leben eine entscheidende Rolle. Jesus kannte keine verschiedenen Konfessionen. Es gab sie noch nicht. Er vertrat auch kein männliches Christentum, sondern ein menschliches. Beatrice von Weizsäcker geht es um Gleichberechtigung und die Ökumene. Denn solange es keine Ebenbürtigkeit gibt, kann auch von Ökumene nicht die Rede sein. Das muss sich ändern.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.10.2014

Gern hat Bernhard Lang diese Laienpredigt der Juristin Beatrice von Weizsäcker über sich ergehen lassen, die hier eine harsche Kritik am Katholizismus als "Kirche der Männer" formuliert, oder vielmehr als einer Kirche zölibatärer, heterosexueller Männer. Dabei äußert sie zwar eine gewisse Sympathie für Papst Franziskus, sieht ihn jedoch ebenfalls weitestgehend der traditionellen Lehre verhaftet. Was die Aufteilung der Kirche in Volk und Funktionäre betrifft, nimmt sie sich Katholizismus wie Protestantismus gleichermaßen vor, informiert Lang, der in dem Buch genau nachlesen konnte, wann sich der Glaube der Menschen von der offiziellen Lehre unabhängig machte, nämlich genau im Juni 1968, als ein päpstliches Rundschreiben die Geburtenkontrolle verbot. Seitdem, so lernt Lang, haben die Leute nach ihren eigenen Überzeugungen gelebt.

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