Aus dem Englischen von Barbara Vine. Ivor Tesham, ein Machtmensch, Draufgänger und Politiker, macht seiner anderweitig verheirateten Geliebten zum achtundzwanzigsten Geburtstag ein riskantes Überraschungsgeschenk. Ein Geschenk, das seine Karriere und sein Leben zu zerstören droht.
Lauterstes Leseglück gibt Tobias Gohlis nach Lektüre von Barbara Vines jüngstem und sechzigsten Roman zu Protokoll. Denn die inzwischen 80-jährige Krimiautorin führt darin seiner Ansicht nach in "unübertroffener Erzählkunst" ein ganz altes und ein ganz neues Thema zusammen: Nämlich auf der einen Seite eine Geschichte aus der von ihr oft beschriebenen "Gilde der übersehenen Frauen" und ihren ungelebten Sehnsüchten, ihrer eingesperrten Wut zu erzählen, und dabei dann auch einmal kräftig am Tabu der lesbischen Liebe zu rütteln, wie Gohlis schreibt. Ihre Geschichte von der Babysitterin, die einer attraktiven Freundin das Alibi für deren heimlichen Treffen mit einem Politiker gibt, fand er - samt der genreüblichen tödlichen Verstrickungen - mit "ungetrübt bösem Blick", "süffisanter Energie" und "genießerischer Spannung" erzählt, weshalb Barbara Vine für ihn im Augenblick zu den besten Krimiautorinnen unserer Zeit zählt.
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