Ascanio Celestini

Schwarzes Schaf

Nachruf auf die elektrische Irrenanstalt. Roman
Cover: Schwarzes Schaf
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783803132383
Gebunden, 123 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Esther Hansen. Ascanio Celestini hat den Irren zugehört, ihren Geschichten, ihren Wahrheiten, Phantasien und Geistesblitzen. Ein Liebhaber der schwarzen Schafe.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.12.2011

Ascanio Celestini hat diesen Monolog eines Mannes, der seit 35 Jahren im Irrenhaus lebt, an der ödesten Peripherie von Rom, im Original bereits 2006 veröffentlicht. 2010 hat er es mit Erfolg verfilmt, mit sich in der Hauptrolle, erzählt Rezensent Franz Haas. Überhaupt sei Ascanio Celestini ein Schauspieler und Sänger, der sowohl in der Vorstadt als auch auf bürgerlichen Bühnen gefeiert werde. Nun also der Irre Nicola. Obwohl er gar nicht so irre zu sein scheint, liest man die Kritik. Nicola spricht mit sich selbst - über Kindheit, Familie und die Irrenanstalt. Er verliebt sich sogar, aber Glück kommt für einen wie ihn wohl nicht in Frage. Dem Rezensenten hat das Buch sehr gefallen, und er lobt auch die "adäquat strubbelige" Übersetzung von Esther Hansen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.11.2011

Zu einem expliziten Urteil über dieses Buch ringt sich Rezensent Ulrich Rüdenauer zwar nicht durch, aber er scheint es doch mit einer gewissen Sympathie gelesen zu haben: Ascanio Celestini, führt Rüdenauer den Autor ein, ist als linker Politkünstler in Italien bekannt wie ein bunter Hund. Seinen Text müssen wir uns als wütende Suada gegen Supermärkte, Irrenhäuser und überhaupt die Ordnung vorstellen, die uns eine glitzernde Warenwelt und "Marsmenschenpillen" gegen die Angst verschreibt, ein falschen Leben geführt zu haben. Rüdenauer deutet an, dass diese Form des Agitprop nicht immer zu literarischen Höchstleistungen führt, aber verstehen kann er den Furor des Italieners allemal.
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