Arthur I. Miller

Der Krieg der Astronomen

Wie die schwarzen Löcher das Licht der Welt erblickten
Cover: Der Krieg der Astronomen
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2006
ISBN 9783421056979
Gebunden, 475 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

"Der Krieg der Astronomen" ist die Geschichte eines genialen Außenseiters, der mit einer wichtigen Entdeckung zunächst an der Ignoranz und den Vorurteilen eines berühmten Kollegen und des wissenschaftlichen Establishments scheitert. Und es ist die Geschichte eines Meilensteins in der Erforschung des Universums. Der junge Inder Subrahmanyan Chandrasekhar, genannt Chandra (1910 bis 1995), bewies 1930 mathematisch, dass Sterne ab einer bestimmten Größe am Ende ihres Lebens zu unendlich dichten Gebilden zusammenstürzen, die man später als Schwarze Löcher bezeichnete.
Nicht nur Einstein bezweifelte, dass dies möglich sei. Der englische Astrophysiker Arthur S. Eddington verwarf 1935 öffentlich Chandras Erkenntnis schlicht als absurd. Praktisch alle Kollegen schlossen sich ihm an. Erst in den sechziger Jahren erkannte man die Richtigkeit und Bedeutung der Entdeckung, für die Chandrasekhar schließlich 1983 den Nobelpreis erhielt.

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

Am Freitag, den 11. Januar 1935 fand in London eine Sitzung der Royal Astronomical Society statt. Arthur I. Miller hat die Geschichte einer kurzen Debatte bei dieser Veranstaltung rekonstruiert. Subrahamanyan Chandrasekhar (1910-1995), eingegangen in die Wissenschaftsgeschichte als Chandra, hielt einen Vortrag, in dem er nachzuweisen versuchte, dass bestimmte Sterne, sogenannte weiße Zwerge, von einer bestimmten Masse an nicht als tote Gesteinsbrocken enden, sondern unter dem Einfluss ihrer Gravitation schrumpfen, bis sie zu Nichts werden, einem Nichts von gewaltiger Anziehungskraft. Wir nennen dergleichen heute "schwarze Löcher". Chandrasekhars Beweisführung stieß auf Widerstand. Der energischste und folgenreichste kam von dem führenden englischen Astronomen Arthur Stanley Eddington (1882-1944). Er machte sich lustig über Chandras Zahlenspiele. Chandra verwechsele Mathematik und Physik. Eine mathematische Möglichkeit sei noch lange keine physische Realität. Miller macht klar, dass damals in der Royal Astronomical Society nicht nur zwei unterschiedliche Arten auf einander stießen, Atome und Sterne, die Welt also, zu sehen, sondern auch der Hochmut eines Vertreters des britischen Establishment gegen einen Außenseiter aus den Kolonien...
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