Mit einem Nachwort von Peter von Matt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zieht der junge Schweizer Schauspieler Raben Drahtzaun nach Deutschland, um sein Glück zu suchen. Sein erstes Engagement ist ein grandioser Reinfall: sein schweizerisches Deutsch sorgt für unfreiwillige Komik und wird zum Makel seines Lebens. Ihn loszuwerden wird zu seinem einzigen Ziel, mit zunehmend grotesken Folgen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2006
Sabine Doering zeigt sich hoch erfreut über der Wiederentdeckung von Arnold Küblers 1934 erstmals erschienenem Roman "Der verhinderte Schauspieler". Die tragikomische Geschichte über den aus biederen Verhältnissen stammenden Schauspieler Raben Drahtzaun, der alles daran setzt, seinen Schweizer Zungenschlag loszuwerden und endlich Hochdeutsch zu sprechen, handelt für sie vom Scheitern des Versuchs, sich die Welt sprachlich anzueignen. Zudem reflektiert der Roman ihres Erachtens nach die Orientierungslosigkeit, die eine "verführbare junge Generation nach dem Ersten Weltkrieg erlebte". Schließlich erinnert sie das Buch in mancher Hinsicht an einen Zeitroman, vermittelt es mit seinen Schilderungen doch ein "facettenreiches Bild" der Halbwelt im Berlin der zwanziger Jahre.
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