Arno Camenisch

Die Welt

Roman
Cover: Die Welt
Diogenes Verlag, Zürich 2022
ISBN 9783257072204
Gebunden, 138 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Arno Camenisch erzählt von den Jahren, als er in seinen Zwanzigern war, sein Leben auf den Kopf stellte und über die Kontinente zog, die Sorgen fern waren und das Leben um die Liebe kreiste. Es waren die Nullerjahre, die Welt war im Wandel, die Orte wechselten sich ab, und die Tage wurden zu Nächten, Moby und die Rolling Stones lieferten den Soundtrack zu dieser Zeit. Und immer wieder waren da dieses Gefühl der Enge und die Neugier auf die Welt, die am Anfang jedes neuen Aufbruchs standen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 02.08.2022

Nur eine kurze Kritik widmet Ingo Arend dem neuen Roman von Arno Camenisch - und die fällt ernüchtert aus: Die Geschichte um den 23 Jahre alten Helden, der sein Leben im schweizerischen Chur verlässt um nach Hongkong auszuwandern, zurückkehrt und bald wieder aufbricht, hätte ein "literarisches Kleinod gegen feste Strukturen" werden können, seufzt Arend. Aber die Figuren, denen Camenischs überdrüssiger Aussteiger begegnet, bleiben blass und der Held selbst gibt leider allzu viele "Floskeln" von sich, bedauert der Kritiker.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.07.2022

Rezensent Roman Bucheli nimmt den neuen Text von Arno Carmenisch als ein Versprechen auf etwas Neues. Dass etwas zu Ende ging, wusste Bucheli schon am Schluss des letzten Romans von Carmenisch. Im neuen Buch nun schickt sich laut Bucheli ein junger Mann an, die familiäre Welt zurückzulassen und ins Offene aufzubrechen, und ein Erzähler (derselbe wie im letzten Buch) berichtet davon aus der Rückschau. Die "Emanzipationsgeschichte" spiegelt sich laut Bucheli auch in einer "lottrigen" Sprache und in allerhand Wiederholungen. Die Klasse des Autors aber bleibt für den Rezensenten unzweifelhaft. Ihm erscheint der Roman wie ein "Übergangsritus", er ist gespannt, wohin die Reise des Autors Camenisch geht.

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