Hugo Loetscher

Der Buckel

Geschichten
Diogenes Verlag, Zürich 2002
ISBN 9783257063059
Gebunden, 224 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Neunzehn Geschichten, darunter zahlreiche unveröffentlichte. Ein Thema kehrt immer wieder in den knapp fünfzig Jahren ihres Entstehens: "Der Buckel" steht für den lädierten Menschen, den Ausgestoßenen und Benachteiligten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2002

Jürg Altweg merkt in seiner kurzen Kritik dieses Bandes mit Erzählungen etwas spitz an, dass er den Eindruck mache, als habe man im Nachlass des Autors gewühlt und alles zusammengetragen, was sich unter einem Titel in ein Buch bringen lässt. Doch dann lässt er sich doch von den einzelnen Texten mitreißen, die er als "souverän angelegte" Meisterwerke der "kleinen Form" preist. Schon die erste Erzählung über einen "Zwerg, der abgeholt wurde", überzeugt ihn durch ihre "Zwangsläufigkeit". Ansonsten ist er besonders vom Humor und den pointierten Bemerkungen Loetschers begeistert, und er betont, dass er sich an keiner Stelle gelangweilt hat.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.01.2002

Roman Bucheli hat hier eine überaus positive Rezension geschrieben. Er schätzt das zentrale Thema, das in allen Geschichten Loetschers auftaucht: die Frage nach der menschlichen Würde und die Frage nach wahr und falsch, die sich beide um Außenseitercharaktere ranken. Auf diese Art und Weise habe der Autor eine "comédie humaine im kleinen Maßstab komponiert", wobei er ein feines Gespür für die Unzulänglichkeiten der Menschen beweise. Zudem lobt der Rezensent, dass verschiedene Gattungen in die Geschichten hineinspielen: Sie bewegen sich teilweise am Rand des Burlesken, Grotesken oder auch Parabelhaften. Und auch das sprachliche Geschick des Autors bleibt nicht unerwähnt: Die Sprache sei "unsentimental und doch ergreifend", was dem Thema durchaus angemessen sei.
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